AK60 "Traumhochzeit" - wieder daheim

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AK60 "Traumhochzeit" - wieder daheim

Beitragvon Tommy » Di 26. Mai 2015, 07:50

Liebe SpielerInnen (im Sinne von "Teilnehmer"),

wie auf dem Con schon hoffentlich zu allen gesagt, wir freuen uns über Feedback - nur dann können wir gemeinsam tolle Cons machen.
Dabei kann uns auch Lob helfen, denn dann wissen wir, was gut lief und beibehalten werden kann. :-) Im internationalen Vergleich tut man sich gerade in Deutschland besonders schwer zu loben, aber das muß ja nicht so sein.

Wer möchte, kann sich an folgenden Stichpunkten orientieren:
  • Feuer
    Wo habe ich Feuer gefangen? Was hat mich gepackt/begeistert?
  • Luft
    Wo hing ich in der Luft, aber auch: Wo hänge ich noch in der Luft?
  • Wasser
    Wo sehe ich jetzt klarer? Nicht nur hinsichtlich des Plots - vielleicht weiß ich jetzt besser, was ich gern spiele, was nicht, oder wie ich bestimmte Aspekte auf Cons gehandhabt haben möchte...
  • Erde
    Was hat gefruchtet?

Wem das zu abgefahren ist, der kann sein Feedback auch ganz klassisch an der Struktur des Cons orientieren:
  • Traum 1: Gobolager
  • Traum 2: Das Schicksal Neibaras
  • Traum 3: Die Elfen bewachen die Artefakte der Menschen
  • Realzeit: Timbedische Hochzeit

Natürlich freuen wir uns auch über unstrukturierte Bemerkungen in wahlloser Reihenfolge.
Jeder, wie er mag.

Ich fang auch gleich mal an: Ich fand, daß der Con insgesamt viel besser lief, als befürchtet, aber nicht optimal. 8) Am Samstagnachmittag war eine spürbare Länge, weil wir "zu früh" zurück im Dorf waren und dort der Seuchenplot nicht richtig starten konnte, da wir die Kinder nicht zu sehr traumatisieren wollten.

Aber über den ganzen Con gesehen, konnte ich einige sehr schöne, sehr lustige, sehr dramatische und sehr intensive Momente beobachten, egal, ob von SCs oder NSCs, egal, ob von alten Hasen oder neuen Spielern. Deswegen bin ich gestern sehr zufrieden nach Hause gefahren.
Im übrigen bin ich dafür, daß die Reisezeit zu den Cons verkürzt werden muß.
Der Mensch ist nur da ganz Mensch, wo er spielt. - Johann Christoph Friedrich von Schiller, (1759 - 1805), deutscher Dichter und Dramatiker
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Re: AK60 "Traumhochzeit" - wieder daheim

Beitragvon Gesche » Di 26. Mai 2015, 08:29

Nun habe ich gerade in Words dieses hier geschrieben, also hier ein Eintrag ohne Struktur und Elemente :wink: :

Ihr Lieben,
Wieder zurück in der Realität knabbere ich wie immer daran, dass ich nach der schönen Zeit mit euch teilweise finde, dass wir viel zu weit voneinander entfernt wohnen. Ich fluche über die viele Wäsche und das viele Wegräumen, aber der Conkater an sich fehlt. Das heißt nicht, dass mir der Con nicht gefallen hat. Ich hatte großartige Szenen mit euch (Marie, Killerelfe, die Seuche…) und eine Menge Spaß. Es war eine grandiose Intimehochzeit, das Brautpaar wie schon vor drei Wochen bezaubernd schön, das Gelände ein Traum, das Wetter gigantisch, Eure Rollenspielerischen Leistungen wundervoll…
Ich könnte hier noch viel mehr von dem anführen, was ich meist schreibe, aber ihr kennt das eh alles.
Warum der Conkater fehlt, liegt wohl daran, dass ich durch das Springen in so viele Rollen nicht wirklich IN eine Rolle gefunden habe. Es war wie das Darstellen in einem Film, aber das Verschmelzen mit dem Charakter, wie es oft dieses unbeschreibliche Congefühl, und damit auch den –kater, macht, hat nicht stattgefunden. Auch wenn man manchmal springt, so hat man dann doch einen Hauptcharakter, in den man immer wieder zurückfindet, der ein soziales Gefüge hat und seine Geschichte. Hier waren es mindestens zwei Charaktere und ich wusste in Traum 2 knapp meinen eigenen Namen, geschweige denn die Namen meiner Familie und wer darin ist. Es waren zu viele Informationen in zu kurzer Zeit für meinen kleinen Kopf. Vielleicht ist das aber auch dem Geschuldet, dass die Nacht zum Samstag furchtbar war und ich den ganzen Tag zum Umfallen müde. Ich hatte das Gefühl schlecht zu spielen, war als Gobblin fast nur am Pennen und hatte keine Lust mitzugrölen oder an den Vorhaben meinenes Stammes teilzunehmen. Es tut mir sehr leid, wenn ich am Samstag irgendjemandem durch flaches lustloses Spiel den Spaß gemindert haben sollte.
Insgesamt hoffe ich, dass wir den Spielern eine schöne Geschichte bieten konnten, dann haben sich der Aufwand und der „Verzicht“ auf das Confeeling trotzdem gelohnt. Es war interessant das alles mal auszuprobieren, insgesamt muss ich zugeben, dass unser „normales“ Conkonzept mir allerdings besser gefällt.

Zu guter Letzt:
Ich danke
- der Orga für die tolle Vorbereitung und Durchführung des Cons. Es ist Wahnsinn, was ihr alles geschrieben, organisiert und geleistet habt.
- Der Küchencrew für ihre unermüdliche Leistungen und die tolle Vorbereitung und die ganze Organisation des immer reichlich vorhandenen Essens
- Den Kindersittern für die viele freie Zeit, die ich hatte, um zu spielen ohne mich um Luise und Helene kümmern zu müssen. Zu allererst natürlich Silke, aber auch Katja, die mal wieder tolles vorbereitet hat und all den anderen, die den Kindern tolle Erlebnisse beschert haben Schmied Andy mit den Nägeln, Vitus mit dem Glibber, Miriam, Moni und all den anderen, die mit meinen Mädchen gescherzt, geschmust und gespielt haben.
- Uwe, der wieder mal unser Retter in der Not war und nicht unwesentlich dazu beigetragen hat, dass wir auch alles mit zum Con und wieder zurück mitbekommen.
- Euch allen für tolles Rollenspiel, ein tolles Wochenende und tolle Freundschaften
Auf bald in Kaskiem (ich könnte jetzt schon spucken, wenn ich an das Packen denke)
Eure Gesche
Nur wer aufsteht kann sich wi(e)der setzen!
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Re: AK60 "Traumhochzeit" - wieder daheim

Beitragvon Thorsten » Di 26. Mai 2015, 10:47

Das muss jetzt raus, damit ich mich wieder in die Arbeit stürzen kann :samurai) Ich werde mich jetzt auch nicht so gut strukturieren und nur ein paar Schlaglichter von mir geben. Es ist nämlich verdammt viel passiert auf dem Con und Details würden alles sprengen. Aber das ist auch schon ein Lob: es ist verdammt viel passiert.

Ich gebe auch Gesche recht, als Goblin hatte ich nicht viel, mit dem ich mich identifizieren konnte, aber es war ein spaßige Erfahrung. Als Baum gar fühlte ich mich wie in einem klassichen Con, mit den klassischen "Sit-ins" außerhalb jeder Rolle. Danke hier an Jens, der uns mit Hintergrund gefüttert hat, so dass wir doch mit irgendwie immer mit der Geschichte verbunden blieben.

Traum zwei war dafür eine sehr intensive Erfahrung, die Länge am Anfang war für mich sogar nützlich. Ich hatte nämlich meine Schwierigkeiten in die Rolle des GOR-Hohepriesters zu finden. So konnte ich immerhin daran wachsen. Alle Nuancen, vom Scheitern in Neibara, zur Enthüllung des nächsten Scheiterns, durch die Seuche. Dennoch den Mut nicht zu verlieren und sich dem deprimierenden Sog des Unvermeidlichen durch pure Ignoranz zu verschließen und einfach aus dem Gegebenen das Beste zu machen. Viele menschlich schwierige Entscheidungen zogen mich dann schnell tief in die Rolle hinein: Für fünf Minuten überlegte ich ernsthaft, Seeheim ebenfalls dem Erdboden gleich zu machen, als die Seuche ausbrach. Richte ich die Inquisitorin, oder die von Ihr hinausgeschmuggelten Neibaraner? Öffentlich oder im Wald? Wie schaffe ich es, die MORS-Hohepriesterin dazu zu bringen, trotz ihrer immer offensichtlicheren Gier nach den Artefakten, diese nicht an sich zu reißen? Wie verhindert man einen Volksaufstand gegen die Flüchtlinge oder gegen die "hohen Herren", die zuerst gegen die Seuche immun schienen? Oder gar eine Panik? ... dieser Traum war zwar "nur" acht Stunden lang, aber die hatten für mich eine große Tiefe. Danke dafür.

Hier kommt die Kritik dazu: Ich wusste nicht, welche Artefakte es gab, wie sie aussehen sollten, obwohl ich laut Briefing bei Ihrer Erschaffung dabei hätte sein sollen. Ich wusste auch die Namen der anderen Hochgeweihten nicht. Ja, ich hätte fragen sollen, da war ich zu gestresst von der Arbeit :wand) . Aber solch grundlegende Informationen hätten im ruhig im ersten Briefing stehen können ;)

Dann war da noch eine schöne, stimmige Hochzeit, und meine kurzweilige Rolle als timbedischer Leutnant auf Landurlaub. Da hatte ich auch ein wenig Angst davor, weil ich offiziell damit der ranghöchste Offizier und damit sogar evtl. die Gerichtsbarkeit inne hatte (Anduros ist ja offiziell nicht mehr in der Timbedischen Armee). Aber ich hatte großen Spaß, mich zwei Abende lang angetrunken als Volltrunkener Timbedischer Soldat den Klischees hinzugeben :D Ach ja, und vielen Dank Flo für den grandiosen Faustkampf mit improvisierter Choreographie ohne irgendeine Verletzung (bei dir hoffentlich auch).

Wo ich eben mit den persönlichen Danks (?) anfange: Danke an Katja und Martin für die leckerste Verpflegung, Danke an alle anderen "Mägde" Miriam, Gesche, Raymond und alle, die ich versehentlich vergesse. Danke an Silke und Katja, die sich um die Kinder kümmerten und alle anderen, die auf Kira mal das ein oder andere Auge warfen. Danke an Antje, mit der ich diesmal sehr viel und sehr gutes Rollenspiel hatte. Dank auch an alle anderen, die im großen und Ganzen wieder sehr schöne und stimmige Situationen geschaffen haben (Karin für eine gruselige MORS-Eminenz, Tom dafür, dass ich ihn mit seiner eigenen Schokolade bewerfen durfte, Gajetana für den Aufbau einer deprimierten GOR-Eminenz, Ina für ihre Hartnäckigkeit die GOR-Eminenz immer wieder mit neuen Fakten einer angeblichen Zukunft zu deprimieren, uvm.). Und natürlich Danke an Micha und Susann und Tommy, die mit Plot und Leitung diesen Con erst ermöglicht haben. Ich muss gestehen, dass ich als Spieler auch gerne mal so eine "Tour de Force" die durch die Archipel-Geschichte erleben möchte.

Doch schon wieder so viel Text ... ja, war anders, aber war sehr schön!

PS: Das Konzept des freien Spiels in Träumen fiel mir gar nicht auf ... ;)
"Das übersteigt mein Fassungsvermögen", sprach der Zwerg und setzte das Bierfass ab.

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Re: AK60 "Traumhochzeit" - wieder daheim

Beitragvon Jörg » Di 26. Mai 2015, 12:21

Nun, dann werd ich auch mal die Tasten klopfen und meinen Senf dazu geben.

Als erstes vielen Dank an die Küchencrew für die viele Mühe und Vorbereitung. Das leibliche Wohl versorgt zu wissen erleichtert die Vorbereitung für Confahrten ungemein und auch vor Ort war aus meiner Sicht alles bestens.
Ebenso vielen Dank allen Kinderbetreuern, die unseren Anhang bespasst und beaufsichtigt haben. Mir wurde dadurch erheblich mehr Freiraum für meine Rollen geschaffen. Den Jungen hat der Con gefallen, das zeigt schon die Brühe von der ersten Dusche.

Nun zu den anderen Dingen.
Conkater hält sich in Grenzen. Das liegt aber aus meiner Sicht nunmal daran, dass mit vielen Rollen das Spiel nie so intensiv wird, als wenn mann drei Tagen nur einen Charakter verkörpert. Ist aber manchmal halt notwendig und sehe ich nicht als tragisch. Ausserdem war aber das Wetter genial und hat schon viel dazu beigetragen das es für mich insgesamt ein sehr schönes Wochenende war.

Das neue Konzept mit weitgehend frei gespielten Kämpfen finde ich super. Es kommt meiner bevorzugten Spielweise sehr entgegen. Ich finde es viel besser nicht ständig Rüstungs und Lebenspunkte ansagen zu müssen, sondern sich auf eine gute Darstellung konzentrieren zu können. Dabei hilft ungemein wenn das Ergebnis eines Kampfes bereits im Vorfeld festgelegt wird. Mir ist klar, dass es manchen Leuten dann keinen Adrenalinkick mehr gibt aber für mich ist Con Rollenspiel und nicht Extremsport. Ich würde mich also freuen, wenn dieses Konzept weiter verfolgt wird.

Zu dem Gobolager habe ich mir im Vorfeld viele Gedanken gemacht, wie man das stimmig darstellen kann. Aus der Erfahrung meiner früheren Einsätze als Ork, die ja auch nicht über eine verbale Kommunikation verfügen, sah ich da einige Schwierigkeiten. Letztendlich führte ja auch dieses Kommunikationsproblem wieder mal zur Auslöschung des ganzen Stammes. Ich glaube, dass das für manche Spieler eher frustrierend war. Vielleicht hätte da eine intensivere Planung im Vorfeld zu einem anderen Ergebnis geführt.

Der zweite Traum um das Schicksal Neibaras war aus meiner Sicht etwas langatmig. Sicher auch geschuldet dem Umstand mit den nicht zu traumatisierenden Kindern. Trotzdem danke an die Orga, die sich auch dazu Gedanken macht. Das Setting war aber leider so gestaltet, dass die Spieler mit wenigen wichtigen Personen lange Zeit im Geheimen über Dinge diskutieren, von denen der Rest nichts mitbekommt. Der kleine Nebenplot im Dorf war zwar nett, fand aber aus meiner Sicht wenig Beachtung. Nochdazu war er mit einigen Wirren behaftet, aufgrung kurzfristiger Änderungen von denen ich nichts mitbekommen habe.

Bei zukünftigen Briefings würde ich mir allgemein wünschen, dass im großen Rahmen mit wenigen Worten abgesteckt wird, was das eigentliche Ziel der Spieler ist. Natürlich wird damit auch für die NSCs ein großer Teil der Überraschung zunichte aber ich persönlich könnte dann meine jeweilige Rolle besser ausrichten.

Zuletzt nochmal vielen Dank allen für das schöne Larp Wochenende und vielen Dank an die Orga, die das ermöglicht hat.
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Re: AK60 "Traumhochzeit" - wieder daheim

Beitragvon Katja - Berlin » Di 26. Mai 2015, 16:14

Da ich gerade fürs nächste Con packe und gedanklich bereits dem letzten Con entschwinde, möchte ich noch rasch meine Zeilen schreiben, bevor es übermorgen in den Orient geht: es wird schrecklich lang werden der Post - teilt ihn euch gut ein :wink:

Ich möchte deutlich unterscheiden zwischen
- dem Con an sich und
- den anderen Regeln

Zum AK60 an sich:

wenn ich mit meinen Kindern auf ein Con fahre, erwarte ich stets, dass ich
- oft ins OT gerissen werde
- früh schlafen gehe
- früh aufstehe
- gestresst bin und Kopfschmerzen habe, meist das ganze Con lang
- kaum "richtig" spiele, weil ich alle intensiv negativ besetzten Gefühle vor den Jungs NICHT ausspiele
und will mich über diese Punkte daher nicht beschweren, wenngleich sie dafür sorgen, dass ich dem Conkater entgehe.

Der erste Punkt traf diesmal nicht zu, meine Jungs kannten ihre Rollen zu allen Träumen und sind IT geblieben, wow.

Der Rest kam wie erwartet, s.o.
In der Realzeit wurde ich rollenspielerisch an meine Grenzen geführt, indem immer wieder Leute auftauchten, die ich befragte, wer sie sind (Ewald und der Vater von Anduros) - um dann zu erfahren, dass sie von Tuchfels kommen ... so brachte ich ihnen schonend bei, dass wir dort gemeinsam leben, weil ich dort koche, und die gesamte Vorstellungssituation gerade "ein Scherz" meinerseits war.
Traum 1 kenne ich nur aus euren Erzählungen, das war selbst so gewählt von mir. Trotzdem hat hinterher an mir genagt, dass ich gerne dabei gewesen wäre.
In Traum 2 überraschten mich diverse Familienverhältnisse, von denen ich gar nichts wusste, d.h. ich wusste nicht, dass ich einen Bruder habe, dass mein Vater lebt, etc. Keine Ahnung, ob das so im Briefing der anderen stand, oder ob sie es selbst erdacht haben?
Insbesondere in Traum 2 schlug der letzte o.g. Punkt richtig zu: ich traue mich nicht, vor den Kindern vor Verzweiflung zu schluchzen, weil wir alle eine Seuche haben könnten. Es war grenzwertig für mich, wenigstens "vor Angst" auf die Spieler einzuschimpfen, sie sollen aus dem Dorf verschwinden. So kennen meine Jungs mich nicht, und ich habe sie direkt vor und direkt nach diesen Sätzen gebrieft dazu, was mich extrem ins OT gerissen hat (ich selbst mich also). Ich habe den Eindruck, die Jungs könnten eine "Schlacht" mit Goblins deutlich besser verkraften als Panik vor dem Seuchentod. Daher ging ich nach Gesches Tod sofort mit ihnen schlafen.
In Traum 3 wusste ich, dass ich im Kampf sterbe. Leider vergaß ich, vorher zu fragen, wieviele Kämpfe es gibt und so starb ich "vorsichtshalber" im ersten Kampf und habe damit den restlichen Traum komplett verpasst. Wenigstens hatte ich mit meinem Heiratswunsch direkt vorm Tode Vitus noch ein schlechtes Gewissen mit auf den weiteren Weg gegeben ...
Als ich dann wieder in der Realzeit ankam, musste ich mir von Gebhard sagen lassen, WER ich überhaupt bin, weil ich OT vor Müdigkeit und Rollenwechseln einfach nicht mehr wusste, dass ich Gretlin bin :mrgreen:
Ja, so habe ich den Con erlebt. Ich kam in keine Rolle richtig rein. Ich war schon öfter "Extrem-Springer", z.B. Burg Haineck. Aber dort hatte ich zwischen allen Springerrollen meine eine Festrolle als sicheren Hafen, so dass ich mich darin verlieren konnte ...
Die Küchenarbeit hat sich so nebenbei erledigt und war weniger anstrengend als erwartet von mir. Dass ich im Vorfeld alle Sonderwünsche abgelehnt habe, tat mir leid, würde ich aber wieder so machen. Einer muss entscheiden können, WAS er für eine Verpflegung anbieten will. Ich kann mir nicht vorstellen, dass Heidi und Klaus vor den Cons mit emails überflutet werden, ob sie ihre Essen anders kochen können.
Die Kinderbetreuung hat aus meiner Sicht nicht gut geklappt: als ich die Kids übernehmen sollte, befanden sie sich im Wald, wo ich dann etliche von ihnen fand, verbunden mit dem Wissen, dass wir zu dieser Uhrzeit NICHT im Wald sein sollten... manche Kinder wussten gar nicht, dass sie betreut werden von mir, manche hörten komplett gar nicht auf mich, alle suchten ihr Geschirr, nur die Mädels wollten "spielen", die Jungs nur kämpfen. Die Schatzsuche war schön. Dass mit der Abwesenheit von Esther alles gut ging bei Kira, hat mich sehr erleichtert. Hätte ich gewusst, wie lange Esther fort sein wird, hätte ich vorher was dagegen gesagt, denn ein Kleinkind bindet einen Erwachsenen ziemlich komplett... und damit steht der Erwachsene den anderen Aktionen nicht mehr zur Verfügung. Dass der Grießbrei einfach nicht kochen wollte, war Mist. Dass ich nach dem Essen auch für 8 Kinder abwaschen werde, hatte ich vorher nicht im Blick ... Kurzum, von den langwierig vorbereiteten Dingen konnte fast nichts stattfinden. Die Kinder fanden es anscheinend trotzdem okay. (wem fehlen seine Märchen-Stickerbücher aus der Schatzsuche noch? mind 2 lagen im Regen und wurden vor mir "gerettet")
Mein Fazit: wenn man das wiederholen sollte:
Die Kinder vorher informieren (davon war ich ausgegangen!),
die Kinder ordentlich übergeben und nicht einfach abhauen, obwohl 6 von 9 Kindern im Lager fehlten!
Trinkbecher, Teller, Besteck vorher in der Küche abgeben.
Weniger bzw gar nichts vorbereiten, weil der Wald der beste Spielplatz ist.
Sicherstellen, dass für Kinder unter 3 Jahren ein Extra-Erwachsener da ist, möglichst dessen Elternteil.

So, und nun zu den anderen Regeln:
Gefühle ausspielen / Emotionen zeigen: das war für mich gar kein Experiment, sondern mache ich eh, wenn es angebracht ist und ich es hinbekomme. Finde ich gut....
Keine LP/RP runterzählen, bei Bewusstsein sterben dürfen, also im Prinzip "DKWDDK", mag ich schon lange, ich habe es nur kurz als Söldnerin erlebt, und fand es toll, flüsternd zu sterben (statt bewusstlos bis 300 zu zählen). Ich würde mir innigst wünschen, dass wir dazu öfter übergehen können, denn wir sind allesamt keine Pappnasen und werden nicht unbesiegbar, wenn wir die Zählerei weglassen können. Als Heiler macht es auch viel mehr Spaß, du darfst eben nicht davon ausgehen, dass jeder, der noch reden kann, sowieso durchkommt. Du musst nicht in Panik verfallen, weil zehn SC bewusstlos daliegen - nichts ist verloren, du kennst das Ergebnis nicht vorher.

Ich möchte mich gerne bedanken, und dass ist mir richtig wichtig, weil hier sehr viel Gutes geschehen ist:
Bei Micha für unzählige Gespräche mit Malte, das hat ihm unglaublich gefallen (und ich hoffe, du hättest ihn weggeschickt, wenns dir zuviel wäre?) & für das Auschecken von ihm (er nimmt LARP nun schon richtig ernst).
Bei Susann, Micha, Tommy für die frühzeitigen Briefings und für den Mut, etwas Neues auszuprobieren. Es kostet außerdem viel mehr Zeit in der Vor-Überlegung, auch dafür danke.
Bei Miriam, Gesche, Annette, Andy für das Mit-Ausstatten der Küche, was fürs Ambiente mir wichtig war. Wir haben uns ganz dolle bemüht, einfach ALLES umzufüllen und umzuetikettieren etc - und ich hoffe, das kam gut an.
Bei Miriam und den gaaaanz vielen weiteren fleißigen Helfern, die mir soooo viel Küchenarbeit abgenommen haben, dass ich baff war. Super. (Nur der Anblick der unzähligen ungespülten Krüge jeden Morgen war frustrierend)
Bei Miriam für die Hilfe beim Zeltabbau, weil ich komplett verplant hatte, dass Martin über eine Stunde weg sein wird wegen der Schwein-Rückbring-Aktion.
Bei Svenze, der einen großen Teil unseres Gepäcks hin und rück transportiert hat, sowie bei Andy und Micha M, die spontan auch noch was aufgedrückt bekamen.
Bei allen, die geholfen haben, den Holzbungalow mit den Scheiß-schweren Verpflegungsdingen auszuräumen und zum Schuppen zu tragen.
Bei Antje und Miriam für Extra-Spüleinsätze ohne Murren und ganz freiwillig.
Bei Svenze und Andi für das Anspielen der Kinder als Vitus und als Schmied, boah.
Bei Esther für das Einüben des Liedes und für den Erhalt meiner Nerven, während aus 8 Tänzern 4 wurden.
Bei Leif und Silke für den "Kinder-Tag".
Bei Silke für das verarzten meines Mannes, wir schaffen es einfach nicht ohne Sani aufm Con. Martins Brandblase auf der Brust ist heute aufgegangen und größer als ein Stück Seife. Ohne das Abkleben aufm Con wäre für ihn der Spaß wohl gleich vorbeigewesen.
Bei meinem Mann und Miriam für super Team-Arbeit: ich wäre ganz ehrlich mit euch beiden gerne wieder ein Küchenteam.
Bei Tommy und Micha für die Art und Weise, die Ruhe, mit denen ihr das Con (stets) begleitet, ich mag das sehr.
und ich hab bestimmt jemand vergessen, das tut mir jetzt schon leid.

Entschuldigung, dass ich vermutlich Besteck von Miriam und Gesche gemopst hatte: ich hatte soviel Küchenausstattung dabei, dass es mir nicht auffiel.

so, ab aufs Basar-Con, sind noch NSC-Plätze frei, kommt doch einfach mit :jump)
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Re: AK60 "Traumhochzeit" - wieder daheim

Beitragvon Moni » Di 26. Mai 2015, 16:27

Erstmal ein riesiges Dankeschön, an alle die den Con vorbereitet, mitgeholfen und durch ihr Engagement möglich gemacht haben (NSCs, Bastler, Hochzeitsvorbereiter und Küchencrew fühlt euch angesprochen)

Ich fand es sehr gut, das es das Experiment mit den Traumkonzept gab. Die Menge an Briefings die dafür geschrieben wurden ist wirklich beeindruckend und es gab so viele Feinheiten in den Charakteren, die ich im Spiel gar nicht mitbekommen habe. Die Dörfler in T2 hatten ja eine echt dramatische Geschichte, und die Weibel zu treffen, die das Schiff von Frau Hintertann hochgenommen hat fand ich auch toll. Und dann die traurige Szene mit den Elfen... Überhaupt waren die Elfen super. Also Hut ab, liebe Orga :jump)

Ich möchte einfach noch ein paar Gedanken und Erlebnisse zum Con aufschreiben, das soll KEINE Kritik sein, mir ist bewusst das vieles in der Umsetzung schwierig ist und es auch einfach oft genug OT Gründe gibt, die das Spiel stark beeinflussen.

Ich hatte mir vorgenommen auf dem Con im Sinne des Play to Lose Prinzips ein bisschen was aus zu probieren. (Vielleicht sollte man es eigentlich Play to Play nennen ;-) )es ist mir aber auch nur teilweise geglückt.
Als ich herausgefunden hatte, das ich in T2 die Geliebte meiner Söldnerin (Anne/ Esthers Mama) umgebracht hatte, hab ich mich reflexmäßig erst mal raus geredet. Ich hab ein paar Minuten gebraucht um mir darüber klar zu werden, dass das ja so gar keinen Sinn macht.
Auf die Gefahr hin, sie beim Spiel zu stören, hab ich mich trotzdem mit Anne abgesprochen und am Ende war es super, dass sie mich mitten auf der Wiese angegriffen hat. Und dann hat Jasper noch so schön rumgepöbelt, wirklich eins meiner Highlights. Ich hatte auch riesigen Spaß dabei, zu wissen, dass Mora Tabora gerade meine Papiere durchwühlt während ich mich mit Luzius unterhalte ;-)

Ich könnte mir auch vorstellen, so etwas im Briefing stehen zu haben, wie „Wenn die Seuche ausbricht ist dir klar das alles vorbei ist, es macht keinen Sinn mehr etwas zu verheimlichen.“ Mir persönlich hilft es eher wenn sowas schon vorgegeben ist. Natürlich sollen jetzt nicht immer alle ausrasten, aber man kann das Konfliktpotenzial einer Rolle in bestimmten Situationen ja mal ausreizen.
Mir würde es generell helfen zu wissen was der Sinn dieser Figur ist, gewissermaßen für welche Atmosphäre sie sorgen soll.

Ich glaube auch das NSC möglichst das gleiche Grund-Briefing bekommen sollten (wie gesagt ich weiß was für eine Leistung das auf diesem Con war), auch wenn vielleicht Überraschungsmomente für Einzelne verloren gehen.
Es war auf dem Con nicht ganz klar wie wir im Traum mit den Spielern umgehen sollen, aber es hat ja dann gut geklappt.

Mir ist auch aufgefallen, das ich „Scheitern“ im Spiel (v.a. für NSCs) nochmal überdenken muss. Natürlich kann und muss es „negative“ Konsequenzen haben, wenn etwas nicht klappt, wie z.B. der Überfall auf die MacConnars nach dem Fin Dirrit Con (was meinem Charakter übrigens ne super Story bietet ;-) ), aber im Endeffekt hält es auch nur die Geschichte am Laufen und eigentlich wollen wir ja auch alle dramatische Szenen erleben. Also wenn etwas „schief geht“ kommt am Ende auch nur Plot dabei heraus.

Z.B. hatte ich im Gobo Traum viel Spaß, ich fand es auch super, das wir uns erst mal über die Spieler lustig gemacht haben, als sie uns den Kopf brachten. Aber es kam dann der Punkt, indem wir in unserer Abwehr zu effizient waren, wir waren ja auch gebrieft die Blume zu beschützen. Aber meiner Meinung nach hat dass das Spiel am Ende etwas blockiert.
Ich hätte mir z.B. auch vorstellen können, das wir gegenseitig auf uns losgehen, einen der Spieler in den Stamm aufnehmen, sie überraschend angreifen weil wir jetzt grade Lust drauf haben, etc.

Das mein ich mit Play to Play, spielen um etwas zu erleben. Und sollte liebevoll geschriebener Plot wirklich irgendwo in einer Ecke ausgetragen werden? (klar manchmal schon, mehr Romantik im Archipel (O-O) )
Man hat immer mal wieder Rollen in die man nicht so tief eintaucht und in denen es sich anbietet ein bisschen mehr von der Meta Ebene heraus zu spielen.

Natürlich macht es IT Sinn, wenn die SCs und wichtigen Personen an einem Tisch sitzen und alle Dokumente geheim bleiben, aber ich denke das sich das auch auflockern ließe, das wäre manchmal sicher auch für die Spieler lustiger. Vielleicht hätte man auch den Samstag nachmittag besser gestalten können, wenn von beiden Seiten aus mehr Plot geteilt worden wäre.

Das war jetzt der längste Eintrag den ich jemals im Forum geschrieben habe :met)

Zum Abschluss nochmals Danke für einen sehr lehrreichen und lustigen Con.

Und natürlich für die Bade Szene der Herren im See, hätte ich fast vergessen, es war grandios! :jump)
MORS mag nicht was du tust...
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Re: AK60 "Traumhochzeit" - wieder daheim

Beitragvon marja sanchez » Di 26. Mai 2015, 17:48

So, nun auch mal meine 10 Cent dazu:
Auch von mir als erstes ein Dankeschön an alle die vorbereitet haben und auch dann auf dem Con, alles am Laufen gehalten haben. Katja, Martin und Miriam es war einfach toll, was ihr alles geleistet habt und dass man immer etwas zu Essen bekam und das Brot war super lecker.
Auch den fleißigen und unermüdlichen Fahrern der vielen Autos möchte ich hier einmal danken. Immer wieder ohne zu murren, nehmt ihr diese Strapaze auf Euch. Danke!
Jetzt ein Danke an Micha, Susann und Tommy, dass Ihr dieses Experiment gewagt habt. Ja man kann noch das Ein oder Andere verbessern, aber wenn man nicht mal anfängt, kann man nicht entdecken, was man anders oder besser machen könnte.
Für die Grundidee der Träume habe ich wirklich Feuer gefangen. Obwohl das Konzept leider in Traum 2 für mich nicht wirklich aufgegangen ist. Hier war es schade, dass wir in eine Art Zeitreisendiskussion verfallen sind. Vielleicht wäre es besser gewesen, den Spielern auch hier "Rollen" zu geben, die sie direkt in das Geschehen eingebunden hätten und damit eine Interaktion unausweichlich gemacht hätten, die unabhängig von ihrem Wissen gewesen wäre. So wie es bei Eva und Micha M. ja gewesen ist. Vielleicht hätte Anduros der Leibwächter sein können, Mora eine Schreiberin/Beraterin, Gaetana eine Begleitung ... (um nur drei Beispiele zu nennen). Sie wären damit eher in den vorgehenden Plot und das damit verbundene Wissen eingebunden gewesen und wir hätten nicht irgendwann vor ihnen gestanden und uns gefragt, was tun die hier eigentlich. Auch wäre es für mich in diesem Traum toll gewesen, wenn ich gewußt hätte, dass wir alle sterben werden, dass ich also mit all den Informationen, die ich bekomme, nie etwas ändern kann. Ich finde "Play to loose" deutlich einfach, wenn ich weiß, dass ich gar nicht gewinnen kann.
Ich war hier auch wirklich dankbar, dass ich nicht allein da stand und Thorsten an meiner Seite war. So war es hier auch etwas leichter in die Rolle rein zu kommen.
In Traum 1 und 3 war das für mich jetzt nicht so schwer. Als Baum wußte ich, dass ich nur dafür da bin zu sterben. Aber auch bei den Gobos wäre es gut gewesen zu wissen, dass wir sterben müssen, es also keine andere Lösung des Konflikts gibt.
Dass ist das, was mir zum Konzept so einfällt.

Meine schönsten Moment auf diesem Con möchte ich aber auch noch kund tun:
- ... sitzen zwei Paxageweihte an einem Tisch... (erklär mal, das verstehe ich nicht)
- die Gespräche mit Theoderich und Leutnant Hartje
- die Waschung des Bräutigams
- ... und als Anduros (einfach mal eben so) ein Gänseblümchen für Fenuen gepflückt hat.
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Re: AK60 "Traumhochzeit" - wieder daheim

Beitragvon Tommy » Di 26. Mai 2015, 18:32

marja sanchez hat geschrieben:S(...) auch bei den Gobos wäre es gut gewesen zu wissen, dass wir sterben müssen, es also keine andere Lösung des Konflikts gibt (...)
Um dieses Gerücht gleich zu stoppen - das war nicht so, es gab viele andere Möglichkeiten, wie auch oben z.B. von Moni angedeutet. :-)
Im übrigen bin ich dafür, daß die Reisezeit zu den Cons verkürzt werden muß.
Der Mensch ist nur da ganz Mensch, wo er spielt. - Johann Christoph Friedrich von Schiller, (1759 - 1805), deutscher Dichter und Dramatiker
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Re: AK60 "Traumhochzeit" - wieder daheim

Beitragvon Lina Sorgchen » Di 26. Mai 2015, 19:11

Ich möchte mich, den vielen Danksagungen meiner Vorredner ersteinmal anschließen. Es war ein schöner Con, der gut durchorganisiert und liebevoll ausstaffiert war. Liebe Katja, liebe Miriam, lieber Martin meine Anerkennung auch an euch für die tolle Leistung alle satt bekommen zu haben und auch noch verschiedene Rollen zu spielen.

Ich fand das Konzept sehr spannend und ich finde auch, dass es gut funktioniert hat. Ich muss jedoch zugeben, dass ich die volle Spannweite der Möglichkeiten, im Spiel nicht schnell genug erfasst habe und darauf auch nicht vorbereitet war.

Traum eins: habe ich größten Teils als Beobachter absolviert. Das war sehr spannend, da die Situation sich langsam aber stetig zuspitzte und damit zu ihrem unausweichlichen Ausgang geführt hat. Das hat kein Briefing gebraucht, ich glaube, da haben wir uns von ganz allein hinbewegt. Was natürlich im Setting sehr stimmig war, da es wohl in der IT Vergangenheit ähnlich abgelaufen sein wird. Das zu beobachten und eigentlich nicht wirklich zu wissen wie man hier einschreiten soll, um den Ausgang zu verändern war sehr interessant.

Traum zwei: da muss ich Antje recht geben, wäre es schön gewesen, nicht in der Zeitreise zu stecken und anfangs, als die Artefakte in den Habseeligkeiten von Eva und Micha auftauchten, hatte ich auch kurz für mich die Idee, ich könnte eine der geflohenen Magier aus der Stadt darstellen. Leider habe ich mir das nicht getraut, da ich irgendwie das Gefühl hatte, ich hab da zu wenig Wissen über die Ereignisse im Detail. Das hat mich verunsichert. Ich glaube fast, das ging unseren Geweihten auch ein wenig so. Dennoch fand ich das Ambient so kurz vor dem Ausbruch der Seuche toll. Man konnte fühlen wie die Finsternis heraufzieht. Großes Lob an Karin, du warst eine ganz tolle Mors Geweihte. Als du Tod auf dem Stuhl saßt, ist mir wirklich ein Schauer über den Rücken gelaufen.
@moni: ich habe deine Tasche nicht geöffnet und auch keines der Dokumente die Du dabei hattest gelesen.

Traum drei war das Erwachen nach dem Grauhen der ersten Nacht und ich muss zugeben, dass ich mich sehr gern mit Ester an dem Morgen unterhalten habe. Um so größer war dann der Schock als du im Wald deine wahren Ziele offenbart hast, sehr dramatisch und dann sehr ergreifend, als die Elfen sich umgebracht haben. Die Elfen waren ohnehin toll dargestellt.

Und dann nach dem Aufwachen, zurück ins Lager laufen, da war mir nicht nach feiern zumute. Eher nach grübeln und aufschreiben, bevor die Erinnerung verfliegt. Am Abend waren dann aber die Zeremonie, die Waschung das zusammen sitzen so schön, dass ich doch noch auf andere Gedanken gekommen bin.

Fazit: ich finde das Konzept sehr gut. Ich weiß dass das hier der Probedurchlauf war. Ich denke, da gibt es noch eine Menge Potential, auch und gerade, wenn man als Spieler da ist. Man muss sich nur auch geistig von dem gewohnten Kozept lösen können und in den neuen Möglichkeiten denken. Ich würde das sehr gern noch einmal ausprobieren. Es war wie immer ein tolles Spiel mit euch allen.

Ich hätte auch noch ein paar Kritik Punkte die mich ein bisschen gestört haben. Ob ich diese noch poste, oder sie lieber mal in einem Gespräch mit den Personen anspreche, überlege ich mir noch.
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Re: AK60 "Traumhochzeit" - wieder daheim

Beitragvon Moni » Di 26. Mai 2015, 19:31

@moni: ich habe deine Tasche nicht geöffnet und auch keines der Dokumente die Du dabei hattest gelesen.


Oh nein wie schade, ich hab mir so viel mühe gegeben die Mappe demonstrativ zu platzieren, ich dachte du hättest Luzius noch gesagt mich extra lang zu beschäftigen ;-)
MORS mag nicht was du tust...
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Re: AK60 "Traumhochzeit" - wieder daheim

Beitragvon Annette » Di 26. Mai 2015, 22:07

... und die Weibel zu treffen, die das Schiff von Frau Hintertann hochgenommen hat ...

WAS? :henker) Das ist völlig an mir vorbei gegangen!!! Na, die hätten was zu hören gekriegt! Weiß nicht ob ich da Cross-Playing vermeiden hätte können!
Nee, schon gut so. Ich war eh voll und ganz mit Hochzeit beschäftigt! :mrgreen:

Na klar auch von mir Danksagungen: Ein dreifaches Hoch auf Orga, Küchencrew, Kinderbeschäftiger, Zeug-hin-und-her-Fahrer, NSCs, SCs. Für mich war der Con einfach ein großes genußreiches Event. Mich auf die Rolle als Geweihte voll und ganz einlassen zu können, obwohl die Kinder dabei waren, war einfach großartig. Jörg und Kinderbeschäftiger (männliche wie weibliche): Allerbesten Dank dafür!!! Bin ich eine schlechte Mutter, wenn ich zugebe, dass ich stundenlang wirklich keinen Gedanken an die Kinder "verschwendete".

Die Kritik liest sich dramatischer als sie gemeint ist. Insgesamt hat mir der Con sehr, sehr, sehr gut gefallen!!!

zu T1: Da tat ich mich anfangs schwer. Bin ich noch Gajetana? Bin ich die Heilerin der Truppe? Was mache ich mit dem Nachteil, der es Gajetana unmöglich macht Wunden zu heilen? Da hätte ich mir einen kurzen führenden Satz gewünscht, wie "Ihr geht völlig auf in der Euch zugewiesenen Rolle!" oder "Ihr habt die traumhaft-schizophrene Situation zwei Menschen in einem zu sein. Sucht Euch aus, wie ihr Euch verhalten wollt!" Im Endeffekt fand ich es dann aber doch fein, trotz des Nachteils Gajetanas einfach drauflos Wunden zu versorgen. (Antje, du brauchst dringend dünnere Nadeln in deiner Heilertasche!!! Ich habe mir fast die Finger wund genäht, weil die Nadel nicht durch den Stoff wollte, trotz meiner nicht unerheblichen Kraft in den Fingern!) Was die Gobos wollten, habe ich überhaupt nicht gecheckt. Was Jörg mir im Auto bei der Heimfahrt dazu erzählte, war wie aus einer anderen Geschichte. Kommunikation ohne Worte ist eben doch nicht so einfach!

zu T2: Absolute Grenzerfahrung! Ich glaube, ich habe 3 Stunden durchgeheult ( Bin IT wie OT super nah am Wasser gebaut). Kaum dass ich eine Bestattung durchgeführt hatte, kam schon die nächste! Wenn ich tatsächlich den Weg vom Feuerbestattungsplatz wieder ins Dorf geschafft hatte, waren dort kranke oder verzweifelte oder wütende Menschen, denen ich Beistand gab und die ich segnete. Kein Moment zum Verschnaufen! Und das in der Ahnung, dass sowieso alle sterben werden. Das Wissen, dass das hier nur ein Dorf von sehr vielen ist - puh, ganz schön starker Tobak. Und dann trotzdem jeden Todesfall als individuelle Tragödie zu sehen und den Angehörigen individuell Trost geben, dabei immer wieder die endlosen Besprechungen der 5 Hochgeweihten zu verteidigen und denen den Rücken frei zu halten, so gut es geht - wow, was man nicht alles schaffen kann!
Ich fand es richtig gut!!! Ich hätte ja jederzeit aussteigen können! Kurze Rücksprache mit der SL und ich hätte mich ausklinken können. Also konnte ich meine Grenzen ausloten. Schön! Danke dafür!!!

zu T3: Da bin ich irgendwie nicht reingekommen. Erst die Info, ich hätte anderthalb Stunden Zeit mich fertig zu machen. Dann gerade das Frühstück vorbereitet, noch nicht angefangen zu essen, Aufbruch. Hmmh, Annette und Hunger? Legendär schlechte Kombination! Also Hetzen! Leute, das habe ich in meinem Real-Leben schon genug, das brauche ich nicht auch noch auf einem Con! Noch dazu, wo nach dem T3 im Dorf mehr als genug Zeit war! :motz) Mitsamt der knappen Zeit hatte ich auch keine Gelegenheit mich auf die "Traum"-Leute einzulassen. War die Anführerin eine Heilerin, Magierin oder IGMA-Dienerin? Wer sind die anderen? IGMA-Streiter, Söldner? Während ich bergauf gehend mein restliches Frühstück aß, fehlte mir dann doch die Puste, mich ausreichend bei meinen Mitstreitern zu erkundigen.
So konnte ich mich auch nicht richtig auf die Rolle einlassen, den offiziellen Suchtrupp angemessen zu begleiten. Mir taten nur die NSCs leid, die sich ganz offensichtlich an dem Weg postiert hatten, den die Anführerin nicht gewählt hatte. Dann Artefakt suchen. Ich hasse suchen! Ich finde lieber! Dass die Elfin mich dann auch noch völlig hilf- und wehrlos wegen des "Erstarre" die Kehle durchschnitt, entschädigte mich dann doch. So verblüfft, war ich schon lange nicht mehr.

Zur Hochzeit: Ich habe es sehr genossen, so schön pathetisch sein zu dürfen. Schwelg! Ich freue mich sehr, dass unser timbedisch/gahter Konzept so gut angekommen ist. Besonders schön fand ich die (spontane?) Idee der Brautwaschung im See, unsere Zeremonie, der Kampf zwischen Korrim und Leutnant Harting, das Feiern mit Lachanfall. Können wir das alles nochmal machen?

Zum Traumkonzept insgesamt: Ich fand es auch schön mal ohne starre Regeln einfach so drauf los zu spielen. Ohne schlechtes Gewissen, weil man das Zählen beim Kampf vergessen hat, o.ä. Fein!!! Gerne wieder! und mit den Archipel-Spielern allemal. Wie schon jemand geschrieben hat: Unter uns sind sowieso keine Pappnasen! Ich frage mich nur, wann soll denn wieder eine Traumsequenz folgen? Unser "normales" regelkonformes Spiel fand ich bisher auch immer so bereichernd, dass ich es nicht missen wollte.
Fähigkeiten, Waffen und Werkzeuge sind weder gut noch böse. Es kommt darauf an, was man damit macht.
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Re: AK60 "Traumhochzeit" - wieder daheim

Beitragvon mir. i am » Di 26. Mai 2015, 22:33

Offen für Neuse sein, Neues Feedback ausprobieren.


Feuer
Gobelin spielen. Mit einem herrlichem Anführer (danke Raymond) und vielen guten Ideen ohne Sprache Gefühle auszudrücken, dass war toll!! Auch wenn wir mit unserem Ritual etwas zu zügig fertig waren. Ein der Ideen war es auch, einen oder mehrere der Spieler in den Stamm aufzunehmen, dann hätten sie Nektar bekommen.
Unschön war, das ich als ich schon am Boden lag, allerdings auf der Blume, mehrere Kopftreffer - die nicht unbedingt sanft waren - abbekommen habe. Bestimmt wollte mir da jemand den Kopf abschlagen und hat sich etwas in der Höhe verschätzt… Leute, studiert die menschliche Anatomie.

„Dauert die Hochzeit noch laaange?“ – „Ich kenne dieses Kind nicht!“
Kind spielt mit dem Glibber, glücklich: „Mama, ich habe Würmer!“ Danke Kinder, ihr bereichert die Cons auf eure Art!
Vitus Derb kommt etwas zerknautsch aus dem Zelt: "Vitus, Jahr 880" - "Das müsst ihr ihm jeden Tag sagen?? :shock: "

Die schön dargestellten Faustkämpfe. Danke Thorsten und Flo und Tom (?).

Luft
Immersion, insbesondere:
T2 und die Immersion. Ich hatte grade begonnen mein geistiges Testament aufzusetzen und mir vorgestellt, das ich mich jetzt ins Bett lege und dort leise sterben werde, als mir offenbart wurde, dass meine Schwester eine Geliebte hatte, nun aber tot ist und in Neibara erschlagen wurde. Es tut mir leid (an Esthers Mutter) dass ich auf das Spielangebot nicht mehr eingegangen bin, ich hatte endlich das Gefühl in der Rolle anzukommen und wollte mich auf den plötzlichen Wechsel nicht mehr einlassen.

Ich hatte das mit den Träumen anders vorgestellt. Irgendwie surrealer. Und obwohl die Infos reichlich waren, waren sie für meine Spielweise nicht das was ich gebrauch hätte. Es wäre schön gewesen zu wissen, dass es im T2 um eine psychische Bedrohung gehen soll, so hatte ich mich ganz auf die Familienfehde gestürzt. Das sollte bestimmt zu etwas gut sein, war mir aber zu viel.
Dennoch vielen Dank für die ganzen Briefings an Micha, Susann und Tommy.

Wasser
Ich hasse den logistischen Aufwand vor einem Con, zumal ich auch kein Auto habe. Das ist mir diesmal endgültig klar geworden. Ich sollte mir nicht noch etwas nähen wollen, wenn der Con in drei Tagen ist, klappt nämlich auch nicht.

Selber spülen klappt nicht. Krüge wegräumen auch nicht so recht, kann aber auch an den Kindern gelegen haben (ohne Vorwurf!!)

Offensichtliche bin ich ein rollenspielerische Nullchecker. Ich hab nicht gecheckt das Esther eine böse Magierin ist, ich hab nicht gecheckt, dass der Obergobo die anderen nur verarscht und ich checke immer noch nicht was daran lustig ist, wenn zwei Paxageweihte an einem Tisch sitzen. Merke: Keine Charaktere spielen, die Geheimnisse aufdecken sollen oder zwischen den Zeilen lesen müssen.

Erde
Küche ist voll in Ordnung, wenn man nicht getrennt von den Mitspielern in der Küche steht, sondern die Küche ein Teil der Gemeinschaft ist und wenn andere den Löwenteil der Arbeit machen. Katja und Martin haben schon Wochen vorher Zeug hingebracht und unermüdlich Brote selber gebacken und das ganze besser organisiert als einen Feldzug. Es tut mir leid, dass ich am Geschmackserlebnis Suppe gezweifelt habe – es war großartig. Mit euch beiden mache ich gerne nochmal Küche, wenn ihr mich morgens zum helfen auch weckt! :oops:

Timbedische Hochzeit. Für timbedische Hochzeit war das ganze ja ehr brav, aber mir als Mensch kam das sehr entgegen. Alles andere hätte ich als persönlich unangnehm empfunden (bei sowas hört mein Abstracktionsvermögen auf). Das zufällig die Männer badeten, als wir einen Ort für das Waldhaus gesucht haben, da konnte ja keiner was dafür...

Ich bin immer wieder erstaunt und überrascht welche schauspielerischen Talente sich unter uns verbergen mit breiten Darstellungspekturm. Und ich bin froh dabei sein zu dürfen, wenn aus herzlichen Menschen kalte Ar… werden oder aus stummen Zeitgenossen große Redner und starke Anführer. Schön das ich ein Teil davon sein darf. Danke an alle Mitspieler.

Miriam

Hoffentlich sind nicht zuviel Rechtsschreibfehler drin.
Ich glaube CHANTALE wäre ein passenderer Vorname für mich. KLEVE ist eine wunderschöne Stadt am Niederrhein und LUDWIG der beste Nachname der Welt.
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Re: AK60 "Traumhochzeit" - wieder daheim

Beitragvon Tommy » Di 26. Mai 2015, 22:35

Jörg hat geschrieben:(...) Das Setting war aber leider so gestaltet, dass die Spieler mit wenigen wichtigen Personen lange Zeit im Geheimen über Dinge diskutieren,(...)
Eigentlich nicht - eigentlich war das Gegenteil geplant. Warum es trotzdem so gehandhabt wurde, ist mir im Augenblick noch nicht ganz klar.
Im übrigen bin ich dafür, daß die Reisezeit zu den Cons verkürzt werden muß.
Der Mensch ist nur da ganz Mensch, wo er spielt. - Johann Christoph Friedrich von Schiller, (1759 - 1805), deutscher Dichter und Dramatiker
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Re: AK60 "Traumhochzeit" - wieder daheim

Beitragvon mir. i am » Di 26. Mai 2015, 22:50

Aus Gewohnheit?
(War ja wohl auch ein Problem beim Battelstar Con??)

Oder weil die Mitspieler die einzige Konstante waren?
Ich glaube CHANTALE wäre ein passenderer Vorname für mich. KLEVE ist eine wunderschöne Stadt am Niederrhein und LUDWIG der beste Nachname der Welt.
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Re: AK60 "Traumhochzeit" - wieder daheim

Beitragvon Katja - Berlin » Di 26. Mai 2015, 23:09

Miriam, deine Conrevue finde ich großartig geschrieben, ich musste immer wieder lächelnd nicken beim lesen....
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