AK 72- zurück

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Beitragvon Resa » Mo 2. Apr 2018, 22:17

Hallo ihr Lieben,
oh man irgendwie hab ich die ganze Zeit gehofft, dass jemand vor mir mit dem Review anfängt, aber ich muss mir das jetzt von der Seele schreiben.
Mir geht’s seit gestern Abend ganz furchtbar, weil mich das Schicksal von Rahel so mitnimmt. Dies liegt in erster Linie daran weil es wahrscheinlich nie schön ist eine Rolle zu spielen die stirbt. Aber es spielen auch andere Faktoren mit rein. Dabei gibt es intime Gründe und outtime Gründe. Keiner der hier aufgeführten Gründe soll ein Vorwurf sein, aber ich möchte sie mir hier von der Seele schreiben und auch zur Diskussion stellen.
1. Rahel war gut. Mit einem guten Charakter umgebracht zu werden ist etwas ganz anderes als mit einem bösen. Wenn man einen bösen Charakter spielt weiß man immer, dass man am Ende stirbt (zumindest geht man davon aus). Bei einem guten ist die Hoffnung immer stärker als die Angst vor dem Tod. Es war zwar ein NSC Charakter, aber ich hab mich sehr hineingehängt, weil ich sie bereits bevor ich wusste, dass sie ein Vampir ist, als SC spielen wollte. Eigentlich wollte ich einen coolen Plot mit Svenze der viel schönes Spiel bietet und auch ein wenig emotional ist. Leider hab ich auch schon während der Planung des Charakters den Punkt verpasst Stop zu sagen, als der Plot zu emotional wurde.
2. Ich verstehe die Gründe nicht warum sie umgebracht werden musste. Warum hätte man die starre Rahel nicht in einen Kasten stecken können, sie zum nächsten Tempel bringen können und dort ewig und eine Nacht lang forschen ob es denn wirklich nötig ist ihre Seele direkt zu Mors zu schicken und nicht wieder in den Körper einzusetzen? Den einzigen Grund den ich dafür kenne ist, dass man absichtlich einen bösen Charakter spielen möchte. Das ist vollkommen ok und für das Spiel absolut notwendig!! –Aber wo waren dann die Helden die Widerspruch einlegen? Warum kann das einfach so passieren und niemand hinterfragt es? Dasselbe gilt für Radulf. Ein Mensch der unter dem Zauber eines Vampirs steht (und kurz vor der Heilung steht) liegt am Boden und ist am verbluten. Der Heiler kommt, wird aber mit den Worten „der ist schon Tod“ wieder weg geschickt. Heiler geht. Radulf stirbt. WtF?! Spielen wir auf einmal alle zwielichtige Gestalten, oder warum grämt sich danach niemand über den Fehler oder warum gibt es von den verbliebenen Helden nicht mal Entsetzen darüber? Bitte versteht mich nicht falsch: Böse Charaktere sind toll! Aber das sind wir doch nicht alle, oder? Und wenn es offensichtlich Böses gibt sollten wir dann nicht auch offensichtlich Gutes spielen um einen Ausgleich zu schaffen und das Böse nicht gleichgültig hinnehmen? Dasselbe empfinde ich auch bei dem zitternden Bauern der im Wald vergessen wurde. Hat den wirklich keiner gesehen oder war er den Leuten einfach gleichgültig?
Dadurch komm ich zu meinem dritten Punkt:
3. Jeder sollte doch Spielspaß haben. Ich glaube niemand hat Spaß am Spiel, wenn man ihm Gleichgültigkeit entgegen bringt. Für mich wäre der Tod sooooo viel einfacher gewesen, wenn ich das Gefühl gehabt hätte, jemand hätte dafür gekämpft die Sache zumindest genauer zu betrachten, oder auch danach nur irgendwie zum Ausdruck gebracht hätte, dass irgendwas nicht in Ordnung ist.
Das Gefühl das bei mir hängen blieb ist folgendes: es geschah Unrecht und keinen kümmert es.
Natürlich weiß ich auch woran das liegt. Man ist intime immer mit eigenen Problemen beschäftigt und ist oft froh wenn sich ein Problem jetzt mal erledigt hat – auch wenn das Ergebnis ein wenig zweifelhaft erscheint. Ich fände es schöner wenn man in diesen Momenten auch an den Spielspaß der anderen denkt.
4. Liebe SL, ich bin über den Con verteilt dreimal zu euch gekommen und hab euch unter Tränen gesagt, dass ich das nicht spielen kann und mir das zu emotional ist – ich wollte mit dem Charakter abreisen und mit einem neuen kommen. Ihr habt mich immer wieder überzeugt doch zu bleiben – es wird bestimmt besser, bald ists vorbei – oder es gibt doch Hoffnung. Zwischenzeitlich war ich euch am Sonntag Vor- bis Nachmittag auch wirklich dankbar dafür. Da hatte ich schönes Spiel! Aber hättet ihr mich, in dieser speziellen Situation und weil ihr wusstet wie es mir ging nicht explizierter darauf hinweisen können was beim Ritual passiert? Ich weiß ihr habt mir dezente Hinweise gegeben „es könnte auch schief gehen“ aber das hat mir anscheinend nicht genügt. Ich hätte mir ein „Resa das könnte krass werden, willst du wissen was im Moment geschieht und wie es laufen könnte“ gewünscht. Ich weiß das möchte man im Archipel nicht, da man NSCs wie SCs behandeln will. Aber nachdem meine psychische Gesundheit hier wirklich in Gefahr war hätte ich mir das gewünscht. Ich komme mir vor als wäre ich für einen guten Plot verheizt worden. Ich möchte so etwas nie, nie wieder spielen. Damit meine ich nicht, dass ich nie wieder emotionale Szenen spielen möchte. Aber nie wieder etwas das vergleichbar ist damit eine Unschuldige zu spielen (es wäre etwas ganz anderes gewesen, wenn ich von Anfang an der böse Vampir gewesen wäre der die Gute nur gespielt hätte), die auch noch ihren Bruder dabei hatte und damit emotional noch viel mehr gebunden ist und dann nicht nur getötet sondern verraten wurde.

So das war jetzt ganz schön viel. Bitte, bitte nehmt mir nichts davon übel. Es ist nichts böse gemeint.
Ich trau mich nur hier so offen zu schreiben weil ich weiß, dass ihr ein ganz besonderer Kreis von Menschen seid, die sich auch hier vielleicht in mich hinein versetzen können.
Ich freu mich sehr darauf mit euch – zu einer anderen Zeit, an einem anderen Ort – am Lagerfeuer zu sitzen, zu singen, zu trinken und vor allem zu lachen.
Resa

(PS: es tat mir wahnsinnig gut mir das von der Seele zu schreiben)
Wer Schmetterlinge lachen hört, der weiß, wie Wolken schmecken. Der wird im Mondschein ungstört von Furcht, die Nacht entdecken.
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Re: AK 72- zurück

Beitragvon Katja - Berlin » Mo 2. Apr 2018, 22:51

Ihr lousy Lads. Euch kann man ja nicht alleine lassen?
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Beitragvon Tommy » Di 3. Apr 2018, 09:27

Hallo,
ich konnte einiges am Telefon mit Resa klären.
VG
Tommy
Im übrigen bin ich dafür, daß die Reisezeit zu den Cons verkürzt werden muß.
Der Mensch ist nur da ganz Mensch, wo er spielt. - Johann Christoph Friedrich von Schiller, (1759 - 1805), deutscher Dichter und Dramatiker
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Beitragvon Gesche » Di 3. Apr 2018, 10:12

Guten Morgen
Bevor ich jetzt meine Eigenen Eindrücke zu „Papier“ bringe, möchte ich natürlich auf Resa antworten. Aber nur kurz, hier geht alles drunter und drüber und die Realität hat brutal zugeschlagen.
Liebe Resa, wir Wölfe sind von Anfang an nur als Fußvolk (erschlagt die Werwölfe, schützt das Ritual etc.) in die Sache „eingebunden“ worden. Wenn eine Paxageweihte und eine mächtige und absolut kompetente Hexe sagen, dass es nicht möglich ist, die Seele in den Körper zurückzuschicken, aber sie konnte gerettet werden und ist nicht verloren, sondern den FÜNFEN zurückgegeben worden, dann ist damit für Gora alles gut gewesen. Vielleicht hilft es dir, dass wir beim Verbrennen des Körpers gebetet haben und das Eox Gora in den Arm genommen hat und gesagt hat, wie sehr ihm Viktor leid tut und wie sehr er nachvollziehen kann, wie es ihm nun geht. Auch den armen Knappen haben wir noch verbrannt und um seine Seele gebetet. Wir haben getan, was wir konnten und auch wenn das Ritual nicht so, wie von den wirklich eingeweihten angestrebt wurde, geendet hat, hat es sich für Gora so angefühlt, als sei alles so gut beendet worden, wie es möglich war.

Nun mein Senf zu allem.
Für mich war es ein Spitzencon, mit absolut dichtem und genialen Plott. Ich war als Gora umfassend ge- und überfordert. Zwischendrin habe ich des öfteren wirklich gedacht, dass wir das alle nicht überleben. WAS alles um uns herum geschehen ist, war total krass und immer wenn neue Probleme auftauchten, war hysterisch Lachen das Einzige, was den Verstand bewahrt hat. Auch ich hatte emotional ganz schön krasse Szenen, aber sie bereichern mich und machen diesen Con zu einem meiner Besten. NIE wieder möchte Gora verzweifelt versuchen müssen, ihren gemeuchelten Bruder am Leben zu erhalten und so sehr weinen, aus Angst, zusammen mit ihm ein Werwölf mit verfluchter Seele zu werden. Oder im Wald jemanden laufen lassen, aus Angst, er könnte ihr alles nehmen, was ihr lieb ist.
Als Gesche fühle ich mich ,ebenso wie Gora, als wäre ich in den letzten Tagen emotional durch einen Mixer gezogen, aber das ist toll und genau für diese Szenen liebe ich das Larp. Es war ein geniales Wochenende.
Ich danke euch allen für wundervolles Rollenspiel. Durch euch ist alles soooo tief gegangen! Für mich hat natürlich besonders Ivo mit Eox diese Tiefe erleben lassen, aber auch Marcus/Curac hat sich krass in mein und Goras Herz gespielt. Insgesamt ist natürlich das Spiel mit den Wölfen toll. Ich habe eine tolle Truppe!! DANKE !! Auch für jedes Bier und alles andere, was ihr eurer Ritterin von diesem verdammten Hügel runtergeholt habt. Ihr habt mich wirklich spüren lassen, dass ich eure Ritterin bin!

Bevor es zu lang wird, allen ein herzliches Dank, die sich so lieb um meine Kinder gekümmert haben, dass ich wirklich Gora spielen konnte, obwohl sie auf dem Con waren. Ich hätte nie geglaubt, dass das so gut geht. Luise und Helene haben das auch spitze hinbekommen, aber allen voran natürlich mein wundervoller Mann, der das alles so sehr viel lockerer macht, als ich es kann. Er wollte nicht darauf eingehen, dass er in Zukunft immer die Kinderbetreuung übernimmt.
Und weil man das Wichtigste in so einem Text immer zuletzt nenne soll:
Ich kann nur vor Ina den Hut ziehen und von Herzen für diesen tollen Plott und dieses genial ausgearbeitetes Con danken, inklusive all der krassen Bastelein und anderer Vorbereitungen. Ich bin beeindruckt und hatte ein geniales Wochenende. Uwe und Tommy danke ich ebenso von Herzen für die Umsetzung dieses Cons.

Ich vermisse euch alle, denn tollen Wald, meine Wölfe und Curac ganz schrecklich, jetzt aber heißt es für mich hoffen, dass es meinem Vater am Samstag gut genug geht die Goldene Hochzeit zu überstehen, dass wir ihn wieder aus dem Krankenhaus bekommen und nicht mehr die Nächte mit dem Rufen eines RTW ausfüllen müssen….
Wellcome Realität!!

P.S.: Ivo, Uwe, danke, dass ihr euch um unser Congerassel gekümmert habt, dass wir gleich nach Schleswig-Holstein fahren konnten. Ihr seid unschätzbare Freunde!!
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Beitragvon Gesche » Di 3. Apr 2018, 10:58

P.p.s.: Ich habe beschlossen mich nicht mehr über das zu ärgern, was ich nicht geschafft habe oder falsch gemacht oder verbockt habe. Ich habe mir verdammte Mühe gegeben und mir den Popo aufgerissen und dann ist es halt so.
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Re: AK 72- zurück

Beitragvon [Tom] » Di 3. Apr 2018, 11:02

Gesche hat geschrieben:P.p.s.: Ich habe beschlossen mich nicht mehr über das zu ärgern, was ich nicht geschafft habe oder falsch gemacht oder verbockt habe. Ich habe mir verdammte Mühe gegeben und mir den Popo aufgerissen und dann ist es halt so.

SEEHR gute und gesunde Einstellung! :met)
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Beitragvon Jennifer » Di 3. Apr 2018, 11:30

Hallo, ich mach mal zwei separate Postings zu Resas Sache und zu mir.

Zu mir:
Ich hatte insgesamt einen schönen Con. Der Anfang fiel mir eher schwer, ich fühlte mich unsicher und ich wusste nicht so recht, wohin. Nachdem alle primär Hexenkundigen abgesagt hatten, nagten diverse Befürchtungen an mir, z.B. mich regel- oder storytechnisch zu vergreifen, weil ich von Hexen/Zauberei null Ahnung hatte, oder zusätzlich noch (mehr oder weniger allein) in eine Antagonistenrolle hinein zu rutschen... Das erwies sich dann beides als unbegründet, nicht zuletzt wegen der SL, die mir bei allen Fragen hilfreich zur Seite stand. Vielen, vielen Dank an Tommy und Uwe!

Ich hatte einige schöne Momente, z.B. beim Ausarbeiten des ersten Rituals mit Rebecca, beim Frotzeln mit Tanne, und vor allem die immer wiederkehrenden Momente des Zweifels mit Galletana, deren Segensprechungen ich sehr bewegend fand, auch wenn Hesper das eher am Arsch vorbei ging. Bei dem Paxagebet unten am Kraftpunkt bekam ich auch etwas Gänsehaut.

Am meisten Spaß gemacht hat mir das Ritual :)

Am Ende fand ich es wirklich gut, dass ich mir die Hexe alleine erarbeiten konnte/musste, ich fühle mich jetzt wesentlich mehr darin zu Hause, als wenn ich mich an jemand anderes orientiert hätte. Nichts für ungut ;)
Sie sind also auch nicht zufrieden, auch Ihnen fehlt irgendwas: der Glanz und die Intensität, dieser nicht alltägliche Spaß.
Sie vermissen die großen Gefühle, das kann ich gut verstehn - auch Sie sollten mal wieder in die Oper gehn...
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Re: AK 72- zurück

Beitragvon Jennifer » Di 3. Apr 2018, 12:15

Zu der Sache mit Rahel van Hagen.

Wenn ich so lese, was du dir für Rahel alles ausgedacht hast, Resa, kann ich verstehen, dass dich das sehr mitgenommen hat, und es tut mir leid, dass du deine ganzen Ideen und Pläne jetzt nicht mehr umsetzen kannst. Sowas ist sehr schade, gerade wenn man sich mit dem Charakter tief verbunden fühlt.

Es entwickelte sich intime etwas Misstrauen gegen den Vampyr, aber die eigentliche Rückvereinigung hätte m.W. nur durch Hespers Ritual passieren können, darum lag die Hauptverantwortung bei ihr. Rahel sterben zu lassen, war eine Intime-Entscheidung, die aus Hespers Überzeugungen hervor ging. Spätestens, als der Vampyr hervorbrach und Leute bedrohte, wäre sie davon nicht mehr abzubringen gewesen. Soweit ich weiß, war aber auch der SL bis zum Ritual selbst nicht klar, wie es ausgehen würde.

Outtime bin ich froh, wenn ich nicht weiß, welcher Charakter wohin will, weil mich das wesentlich unbeschwerter spielen lässt. Ich bin, das muss ich sagen, ein großer Fan von Charakteren, die nicht eindeutig "gut" oder "böse" sind. Hesper war weder als das eine noch das andere gedacht. Es sollte keine Hürde sein, einem Charakter schaden zu wollen, wenn es sich stimmig anfühlt. Wüsste ich allerdings, dass ich jemanden outtime traurig machen würde, indem ich meinen Charakter sowas machen lasse, hoffe ich, dass ich die Kraft besäße, es schweren Herzens trotzdem zu tun.
Sie sind also auch nicht zufrieden, auch Ihnen fehlt irgendwas: der Glanz und die Intensität, dieser nicht alltägliche Spaß.
Sie vermissen die großen Gefühle, das kann ich gut verstehn - auch Sie sollten mal wieder in die Oper gehn...
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Re: AK 72- zurück

Beitragvon Tanne » Di 3. Apr 2018, 12:22

Für mich war es ein schöner Con, ich hatte viel Zeit zum Spielen und meine Kinder waren immer gut versorgt und manchmal fiel mir auf, da war doch noch was. Aber meine Bemühungen, mich um meine Kinder kümmern zu wollen, wurden eigentlich immer zunichte gemacht. (Nö, wir haben keinen Hunger, nö uns ist nicht kalt, nö uns gehts gut...) Danke an die Kinderaufpasser und an meine Kinder.

Zu Hassra Al´Tamur und mein Conerlebnis:
Ich hatte viel zu Spielen, wie oben schon erwähnt und ich konnte meinen Charakter auf dem Con so spielen, wie ich ihn mir vorgestellt habe.
Es waren viele Entscheidungen an denen ich beteiligt war. Die Vampirsache war äußerst schwer zu entscheiden und somit ein hervorragender Plot. Im Nachhinein fragt sich der Tanne ob es alles so richtig war oder ob es auch "richtiger" gegangen wäre. Aber im Nachhinein, also durch OT-Bemerkungen, wird man immer schlauer, dass macht aber das Spiel ja nicht schlechter.
Ganz im Gegenteil, die Intime-Situation war verzwickt, vertrackt und sicherlich nicht einfach. Nach vielen Gesprächen und Abwägungen war das Risiko zu hoch einen menschenähnlichen mächtigen Vampir zu erschaffen. Und die Seele zu retten und zu MORS zu schicken war quasi das Primärziel, mit dem ja auch der Bruder Victor zufrieden war, ja auch dieses Gespräch führte zu dieser Entscheidung. Natürlich wäre für Victor die andere Option zufriedenstellender gewesen.
Und somit hat sich der "Arbeitskreis: Vampir" für den sicheren Weg entschieden. Eine reine aus dem Spiel heraus entstandene Entscheidung, die sicherlich nicht von Anfang an feststand und als Komplott genutzt werden sollte.

FAZIT:
Danke liebe Ina für diese tollen Dinge, und die vielen weiteren Sachen für Hassra Al´Tamur, über die ich hier sicherlich nicht schreiben werde. Du hast es sehr gut vorbereitet, so dass Tommy und Uwe daraus einen sehr schönen Con geleitet haben. Vielen Dank auch an euch beide. Leider habe ich die Insektenviecher nicht bei hellem gesehen, aber im Öllampenschein sahen sie sehr gut aus.

DANKE an alle! :jump)
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Re: AK 72- zurück

Beitragvon Anna H » Di 3. Apr 2018, 13:17

Hallo ihr Lieben

ich fand den Con super! Alles war sehr stimmig und ich hatte viele schöne Momente
Auch wenn ich es manchmal schwierig fand da ich ja allein unterwegs war und man als "Ausländer" dann doch nicht so sehr einbezogen wurde... ich hoffe Balyndis hat beim nächsten Abenteuer den ein oder anderen Freund, ich wäre froh gewesen jemanden gehabt zu haben mit dem ich mich etwas beraten hätte können.
Die enge Verbundenheit der Weißen Wölfe ist wirklich zu beneiden auch wenns dadurch natüröich immer eine Schwachstelle gibt :samurai)
Ich fand den Moment mit Viktor super schön ( Auch wenn du es vielleicht nicht so wolltest Swenze), sehr Emotional wie Balyndis da mit sich gehadert hat... ein bisschen bereu ich es das ich das Angebot nicht angenommen habe den Goldenen Schlüssel zu bekommen :lol: :lol: aber was soll ein Zwerg dort damit anfangen !? :?: dwarfi;-) dwarfi;-)
Auch sehr schön waren die ermutigenden Worte der Paxa Geweihten! Vielen Dank dafür und die Dicke Umarmung
Ich ärgere mich etwas über mich das ich das mit dem Dialekt nicht ganz durchgezogen hab, ich hoffe es hat niemanden genervt

Super Cool war die Vollmondnacht als wir am Tor gewartet hatten und man die Werwölfe von weitem heulen hörte, ich hab mir wirklich fast eingekackt vor Angst! Nicht so toll das Eox und Gora gebissen wurden, ich hoffe sehr das da was zu machen ist :cry:

Peter du hast ganz schön gewütet und niemand hätte das gedacht, das ihr so mächtig seid. War cool diese zwei gesichter zu sehen.

Hesper das Ritual in der Nacht war der Hammer, das hast du super gemacht mit den Zwei welten ich war total gefesselt.

Es war sehr schön einen anderen Zwerg zu treffen, Gemli konnte froh sein das er schon abgehauen ist... war ich sauer. Ehrenlos :grrr) wo ist der zwerg in dir geblieben?! :samurai)

Das Käsequartett war sehr Amüsant :met) prost;-)

Vielen Dank an Ina für tolle Arbeit! Da war viel herzblut mit drin.

Danke Uwe und Tommy, ihr wart fast immer da wenn man euch gebraucht hat und wenn micht seid ihr schnell zur stelle gewesen.

bevor es ausartet hör ich mal auf, danke an euch alle ihr wart jeder Wunderbar.
Freu mich auf das nächste Mal. Drück euch alle :)
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Re: AK 72- zurück

Beitragvon Souljazz » Di 3. Apr 2018, 13:38

Ich hatte auch eine Menge Spaß auf diesem schönen Con!

Natürlich ist Waldemar nur ein NSC und kein besonders tiefgängiger Charakter, aber besonders auch der Gang auf dem Grat zwischen Rechtschaffenheit und Verbrechen war sehr interessant. Der ganze Trubel, der über das Wochenende den Goldenen Schlüssel heimgesucht hat, war Waldemar wirklich zuwider, aber die Interaktionen mit den Leuten waren schon sehr spannend. Die Art und Weise wie die Anwesenheit und die Rücksprache mit den Weißen Wölfen um Gora sich auf Waldemars Handeln ausgewirkt haben, waren interessant. Vorher hätte er sich niemals freiwillig in eine der vorderen Reihen bei der Verteidigung gegen einen Werwolf gestellt...

Wirklich Spaß gemacht hat auch die Runde mit dem Kulinarischen Quartett mit Gast (unter dem Motto: Sachen, die müffeln aus Niffeln), in der wir dann auch das Lied für Viktor fertig gedichtet haben. Vielen Dank für das schöne Spiel mit FloS und MichaM, aber auch Waldrabe und AnnaH und weitere.

Waldemar ist nach dem Con sicherlich ein besserer Mensch, aber im Goldenen Schlüssel gibt's nicht mehr so viele tolle Alkohol-Sorten.

Vielen Dank an Ina für die schönen Plots und die Mühe mit dem Basteln. Ich hatte den Eindruck, dass für jeden eine schöne Story zu haben war, und vielen Dank an Uwe und Tommy, die das umgesetzt haben :)

Besonderen Dank auch an Kata, die wirklich seehr viel gearbeitet hat, und immer noch einen draufgesetzt hat, was Gastlichkeit anging :)

dsw;-)
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Re: AK 72- zurück

Beitragvon FloS » Di 3. Apr 2018, 18:26

:wand) :wand) :wand) :wand) :wand) :wand) :wand) :wand) :wand)
Ich hatte schon einen fast fertigen, sehr langen Beitrag, der aber aufgrund eines falschen Klicks leider wieder komplett weg ist. Mal sehen, ob ich das alles nochmal geschrieben bekomme... :motz)
:wand) :wand) :wand) :wand) :wand) :wand) :wand) :wand) :wand)

Na gut, ich versuche es nochmal.

Zunächst: Für mich war es ein sehr toller Con, mit hauptsächlich Höhen und nur minimal Tiefen. Auch wenn mir noch alle Knochen wehtun hat es sich gelohnt und ich werde noch häufig an viele Szenen zurückdenken. Vielen Dank an Ina für das Vorbereiten und gleichzeitig die besten Wünsche in die Richtung deiner Familie.

Nun zu meinen Erlebnissen als der Hapmann Peter. Eigentlich sollten wir "Schmuggler" ja dauerhaft zu dritt sein, dann wurde aber aus bekannten Gründen Tommy zur SL abberufen. Damit waren nur Moni ('Merwi') und ich ('Peter Hapmann' alias 'Hauptmann Hecctor Karron') um unsere finsteren Pläne voranzutreiben. Als ich nach Time-In die (wunderbar ausgearbeitete, Danke Ina!) Anweisung für unser Ritual las, war eigentlich der Tiefpunkt schon da, bzw. manifestierte sich ab da. Bei einem Plot á la Besorge A, B und C, finde Ort D und mache dort das Ritual mit den weiteren Komponenten E, F und G liegen mir insbesondere die Teile A-D nun mal gar nicht, und Moni wohl ebensowenig. Daher war die Aussicht, sich das heißumkämpfte Einhornhorn besorgen zu müssen, ohne dabei aufzufliegen (und ohne die notwendigen Barmittel) nicht gerade berauschend. Den Ritualplatz zu finden war anstrengend und langwierig, aber immerhin lagen wir fast richtig und konnten einen Teil schon vorbereiten.

Steil bergauf ging es, als sich unsere Optionen unerwartet erweiterten. Wir bekamen die Hexenutensilien in die Finger und fanden eine Alternative zum Einhorn. so konnten wir es noch schaffen. Als also die lästigen Weißen Wölfe weg waren (wohl um uns an einer ganz falschen Stelle eine Falle zu stellen), konnten wir zum Ritualplatz und unser unheiliges Werk völlig ungestört vollbringen. Nun machte sich Merwi mit Gemli davon (und Moni und Micha gingen OT), während ich noch etwas zu erledigen hatte.

Hier beginnt für mich die absolute Highlight-Episode des Cons. Ich hatte noch den Plan, Al'Tamur zu töten - als Rache für Gemli, und aus persönlichen Gründen (das schöne am Bösewicht spielen ist ja, man muss sich nicht immer ganz sicher sein, ob man den richtigen umbringt :twisted: ). Also bin ich in einem Sehr weiten Bogen zurück Richtung Haus. Leider führte mich dieser Weg an die Jagdanlage heran, wo wie weißen Wölfe ihren Hinterhalt eigentlich gerade aufgegeben hatten. Verflucht seien die langen geraden Wege durch die sie mich trotz meines langsamen und vorsichtigen Fortbewegen erspähten. Also stellten sie mich nach einem kurzen Fluchtversuch :| Nun wollte ich mich noch herausreden, mit einer Mischung aus "ich bin nur ein kleiner Fisch" einerseits und der Androhung, mindestens einen von ihnen zu töten. Aber Gora hatte sich aufgrund eines eigentlich belanglosen Details in den Kopf gesetzt, es müsse einen Hintermann geben. Ich hatte gerade überlegt, dass die Situation wohl festgefahren ist, und mich auf den Angriff vorbereitet, da lieferte sie mir selbst den Köder, den ich ihr dann hinwarf um sie von mir abzulenken. So also ließen sie mich laufen und belästigten stattdessen den armen Alchemisten :P

Meinen Plan indessen gab ich nicht auf. Wieder ließ ich mir viel Zeit, in der Hoffnung dass die Wölfe beim Haus nun vom verseuchten Ritualplatz hören würden und dort hingehen. Langsam schlich ich mich an den Durchschlupf im Zaun beim Lager der Wölfe und hatte in gerade weiter geöffnet (für eine Flucht oder so...) als Eox mit zwei Bierkrügen heranstapft und mich ungläubig erblickt. Während wir ein paar Worte wechseln kommt auch Gora, mit Herrn Al'Tamur dazu. Nun wollten sie mich nicht mehr laufen lassen (und dachten wohl, meine Drohung von vorher sei nicht mehr so wirksam). Es war großartig, Eox überraschtes und Goras ungläubiges Gesicht zu sehen, als ich Eox mit dämonischer Macht Lähmte und ihm direkt die Kehle aufschnitt. Gora stürzte sich auf mich, doch ließ gleich wieder von mir ab, als ihr klar wurde, dass ihres Bruders Zeit sehr schnell verrann. Nun stand ich vor Al'Tamur allein - meinem eigentlichen Ziel - der gedacht hatte, die beiden Wölfe würden schon mit mir fertig. Nachdem ich ihn erledigt hatte konnte ich hochmütig von dannen ziehen. Nur Balyndis und Curac wollten mich aufhalten. Und auch wenn ich ihnen recht überheblich (aber zurecht) erklärte, dass es schlecht für sie endet, ließen sie es darauf ankommen. So wurden noch mehr Heiler gebraucht, während ich endgültig verschwand :twisted: :twisted: :twisted:
Dass die Helden all unsere Erfolge dann doch wieder zunichte machen ärgert mich gar nicht mehr so - im Herzen bin ich ja doch immer für die Guten :)
Fazit: Der Heimliche Oberbösewicht zu sein hat mir größtenteils sehr viel Spaß gemacht. Besonderer Dank auch an Micha, der uns mit Gemli erst bestimmte Möglichkeiten eröffnete und wir sehr schönes Spiel hatten.

Nun kam der Obligatorische Letzter-Abend-Bauer für Bösewicht-NSC. Erstaunlicherweise wurde da viel mehr daraus als in der Taverne sitzen, Trinken, Spielen und Singen. Ich konnte mich voll in das Entsetzen eines einfachen unschuldigen Mannes reinsteigern, welcher anstatt einer Andacht zum Paxafest beizuwohnen stattdessen mit einer Vampirin konfrontiert, allein im Wald zurückgelassen, von Monstern verfolgt und dann von den "Helden" im Sumpf nur rumgeschubst wurde, nur um dann anstelle von fröhlichen Gesängen und Genüssen zu Paxas Ehren vielmehr inbrünstiges Flehen um die Vertreibung des Bösen, Angriffe von Rieseninsekten, ein erschreckendes Hexen-Geister-Ritual und die Diskussion um die Seele einer Vampirin zu erleben. (Alles übrigens OT sehr eindrucksvoll und richtig toll!!)
Zum Glück hat Nifbert ein einfaches Gemüt und kein bleibendes Trauma abbekommen, sonst wäre das kulinarische Quartett am Ende bevor es überhaupt beginnt :)

Mein Fazit habe ich ja schon ganz an den Anfang gestellt. Ich würde noch gerne etwas zu Resa bzw. Rahel VanHagen schreiben, allerdings hatte ich mit dem Plot eigentlich so gut wie nichts zu tun (auch wenn das evtl. vorgesehen oder eine Option gewesen wäre) und bin auch keine Orga. Daher kann ich nur meine eigenen Gedanken dazu wiedergeben, die gerne als nachrangig angesehen oder ignoriert werden dürfen.

Zum Beispiel von meinem Bauern, der von den "Helden" vergessen wurde bzw. nicht (genug) beachtet muss ich dir Recht geben, Resa. Das passiert und ich hab mich ein bißchen geärgert, dass man mich einfach als unwichtig erachtet hat. Allerdings kenne ich die Situation auch von der anderen Seite, wenn man als Helden-Spieler den ganzen Tag mit wichtigen Entscheidungen, Anstrengungen und bösen Mächten konfrontiert ist, fehlt irgendwann einfach die Kraft, sich noch um etwas (im Gesamtbild) unwichtiges zu kümmern. Mir kommt der Gedanke an Lazarette in Kriegszeiten, wo irgendwann nur noch die behandelt werden, die die beste Chance haben, weil sonst die Ärzte zusammenbrechen und keinem mehr geholfen wird. (Der vergleich ist wahrscheinlich zu krass, mir fällt aber nix besseres ein.) Jedenfalls bin ich den Spielern nicht böse, dass sie sich nicht um Nifbert gekümmert hatten. In Bezug auf Rahel hatte ich übrigens nicht das Gefühl, dass den Helden ihr Schicksal egal war. Es wurde sich ja über den Con intensiv damit beschäftigt und einiges investiert bzw. unternommen.

Denjenigen, die am Ende nicht wollten, dass versucht wird Rahel am Leben zu lassen würde ich nicht unterstellen sie hätten nicht versucht "Richtig und Gut" zu handeln. Wie erwähnt kenne ich keine Briefings dieses Cons in Bezug auf Rahel und hatte intime wenig mit dem Plot zu tun. Ich habe mir allerdings überlegt, wie ich - z.B. als Korrim, der sich mit Vampiren im Archipel auskennt - mit der Situation intime umgegangen wäre. Und da wäre es mit dem Wissen, dass er bis dato erlangt hat das einzig "Richtige und Gute" gewesen, Rahels Vampir-Körper sofort zu erschlagen und mit Göttlichem Beistand für Ihre Seele zu Beten, die auf diese Weise sehr wahrscheinlich hätte gerettet werden können. Den Versuch, die Seele wieder in den Köper zu bekommen und diesen zu beleben würde Korrim als böse Tat und einen Frevel vor den Fünfen ansehen und jeden, der an dem Versuch beteiligt wäre, würde er vor Gericht bringen.

An Resa: Ich möchte zum Ausdruck bringen, dass es mir sehr leid tut, dass es für dich nicht gut war auf dem Con. Dein OT-Seelenheil sollte wichtiger sein als ein Plot oder Intime-Logik / Konsequenz. Ich denke wir wollen zwar schon (immer noch) eine gewisse "Härte" im Sinne von 24h intime, Handlungen haben Konsequenzen und einer konsistenten Spielwelt, aber ich finde das sollte so sein, damit man hinterher sagen kann, die "Härte" hat es zu einem besonders guten Erlebnis gemacht. In deinem Fall auf diesem Con war es das Gegenteil, und das hätte vermieden werden sollen, bzw. sollte es für die Zukunft. Ich hoffe (bzw. gehe davon aus), dass die näher Beteiligten sich untereinander austauschen und aussprechen. Sicherlich haben auch die last-minute Veränderungen in den Rollen und der SL eine Rolle gespielt. Dafür kann niemand was, aber es hat sicherlich nicht geholfen.

So, das war jetzt seit langem der Längste Beitrag von mir im Forum... Ich glaube ich hab alles geschrieben was ich beim ersten mal schon hatte. Und bestimmt wird noch häufig Live über das ein oder andere von diesem Con gesprochen werden.
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Beitragvon Ivo » Mi 4. Apr 2018, 11:52

Sodale, da will ich auch mal... Der Con war einfach nur geil. Danke an die Orga, danke an die NSC's und danke an die Spieler.

Als Gora und Eox im "Goldenen Schlüssel" ankamen und ihren Auftrag bekamen waren erst mal lange Gesichter da. So etwas hatten die "Weißen Wölfe" noch nie gemacht und schienen dafür auch nicht geeignet zu sein. Und schnell wurde klar - so gut wie niemand hatte eine weiße Weste (außer die Wölfe natürlich :wink: ). Nachdem der erste Dämpfer verdaut war ging es an die Arbeit, doch es wurde klar das sich die Angelegenheit als äußerst zäh gestaltete.
Umso willkommener waren die ganzen "Nebenbeschäftigungen" welche über die Tage von verschiedensten Personen an die Wölfe herangetragen wurden. So passierte was passieren musste - die Nebenaufträge wurden zum Vollzeitjob und der eigentliche Auftrag in den Hintergrund gedrängt. Wir hatten ihn immer im Hinterkopf und versuchten nebenher soviel als möglich darüber herauszufinden.
Wenn ich nun alle meine Highlights aufschreiben möchte, würde ich gar nicht fertig werden. Also beschränke ich mich mal auf die Cremé :)

- die immer wiederkehrenden Pliskakinder - eine wirklich bedrohliche Kulisse da man nie wusste wo und wann so ein Tierchen auftauchte

- zu erfahren das eine Vampyrin in der Herberge haust welche gerettet werden sollte und es wahrscheinlich ein "kleines" Problem mit Werwölfen geben wird. Was??? Nun gut es wurde kurz hektisch, Silber wurde eingesammelt und dann das stille Warten auf die Werwölfe begleitet vom Schnarchen des Kleckerfleck. Dann der Kampf - FloS war wie immer saustark und sprang nach einem Sturz meinerseits auf mich und zerfetzte mich von oben bis unten inklusive Abschiedsbiss - autsch. Hier ein dickes Danke an alle welche an meiner Rettung beteiligt waren.

- der Plan um die Schmuggler dingfest zu machen war super - ging leider nicht auf und kurze Zeit später stellte sich auch noch heraus das es gar keine richtigen Schmuggler waren. Die Szene auf dem Hügel als ich mit den Krügen da hoch gestapft bin und den "Peter" am Zaun überrascht habe. Mir ist wirklich das Gesicht eingeschlafen und als ich dann auch noch gemeuchelt wurde habe ich mir im Fallen tatsächlich schon Gedanken über einen neuen Charakter gemacht. War eine superschön ausgespielte Situation von FloS.
(@ FloS - ich werde nun auf jedem Con in meinem Inneren einen Kampf austragen müssen um dir nicht von vornherein zu misstrauen :lol: )

- das Paxa-Ritual hat dann doch an Eox gefressen, zum einen da die Dinge nicht so liefen wie sein Wissensstand waren und er mit Victor mitfühlen konnte, zum anderen das Picknick inmitten von Pliskaangriffen - das konnte er gar nicht verstehen. Die Plikas waren auch supertoll!!! und in der Dunkelheit eine wirklich düstere Atmosphäre. Auch die Momente als die Vampyrin die Kontrolle verlor - genial.
Aber ein Moment hat Eox göttergefälliges Weltbild dann endgültig zum Wanken gebracht und viele herzhafte Lacher verursacht - Der Paxafurz :lol: :lol: :lol:

- Balyndis als Zwerg fand ich auch super. Wie ich mir einen Zwerg vorstelle. Etwas sonderlich und schweigsam, im Kampf immer an vorderster Front und da wenn man einen Zwerg braucht.

- Waldemar war Jasper wie auf den Leib geschneidert - herrlich.

- der arme Knappe welcher als Guhl die Verbände ausgesaugt hat - abartig aber sensationell.

- Curac, der immer wieder mit Überraschungen glänzt und den Eox immer noch nicht eindeutig einordnen kann aber immer zur Stelle war und geholfen hat.

Aber auch all die anderen Charaktere haben diesen Con mit Taten, Intrigen und vor allem mit tollen Spielszenen lebendig werden lassen - Danke

Zu den Wölfen muss ich ja nichts sagen... Danke Gora das es dich gibt und das du mich in letzter Sekunde gerettet hast - trotz Interessenkonflikt :wink:
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Re: AK 72- zurück

Beitragvon Annette » Fr 6. Apr 2018, 23:33

Und jetzt ich: Mir hat der Con unglaublich Spaß gemacht und ich bin echt stolz, dass ich mich von den vielfältigen Aufgaben nicht in Stress versetzen ließ. Das einzig Blöde war mein nerviger Husten und vor allem die durchgehusteten Nächte. Ich hoffe, ich habe mich nur selbst wach gehalten damit! Und niemanden angesteckt! Ich habe mich wirklich bemüht nicht aus Gemeinschaftsflaschen zu trinken, sondern hatte mein kleines Stamperl-Glas immer bei mir. Und ich hätte so gerne mehr gesungen, wenn nicht meine Stimme dann nach all dem Geschrei eine Grätsche gemacht hätte!

Liebe Ina, vielen herzlichen Dank für die dicht gewobenen Plots! Schade, dass du nicht dabei warst, aber du hast mein tiefes Verständnis!!!

Lieber Uwe, lieber Tommi, ich fand es toll, dass ihr immer zur Stelle wart, wenn ich Euch gebraucht habe, entspannt, gelassen, motiviert! Toll!

Lieber Jörg, Danke dass Du mir die Kinder komplett abgenommen hast! Das einzige was ich mal getan habe, ist Ihnen von meinem Obst und meinen Keksen etwas abzugeben. Allerbesten Dank dafür!

Micha, Du Dreckswurm! Toll, wie du mich an der Nase herumgeführt hast! Ich habe Dir den resignierten, nach Hilfe suchenden Leidenden tatsächlich abgenommen.

Christian, in den Duft, den wir kreiert haben, könnte ich mich reinsetzen! Vielen Dank dafür!

Tanne, bei dir wusste ich nie, woran ich bin! Ist er tiefgläubig, den Menschen wohlgesonnen oder hinterrücks nur seine eigenen geheimen Ziele verfolgend – das war für mich immer die Frage! Schön, wie Du immer wieder wichtige Dokumente zu Tage befördert hast.

Jennifer, Deine Hesper war grandios! Ursprünglich, wild und voller Inbrunst! Ernsthaft und eifrig am Problem dran! Toll!

Jasper, dein Waldemar war so schön korrupt, wie ich ihn in Erinnerung hatte!

Waldrabe, ehrbarer, geistreicher Knappe und abhängiger, unter Einfluss stehender Guhl. Grandios unter einen Hut gebracht. Danke für das schöne Gespräch, als wir abends allein in der Gaststube waren!

Kata, boah ey! Allerbesten Dank für Kinderbetreuen, Teewasser machen, Met warm machen, sauber machen, Geschirr abspülen, zu PAXA beten, Korbflechten! Ich fand es richtig schön, wieder mal mit dir zu spielen, auch wenn wir uns nicht auf der Wiese gewälzt haben! Grins!

Alle weißen Wölfe – es war super, dass ihr da wart! Pflichtbewusst, ehrbar, einsatzbereit! Danke für den von Euch gewährten Schutz!

Gesche, um Dich habe ich mir andauernd Outtimesorgen gemacht! Dein Pflichtbewusstsein wird man mal extra erschlagen müssen!

Eox, das war kein Picknick am Ritualplatz, das war Gottesdienst! PAXA steht für alle Genüsse! Diesen Genüssen zu frönen, ist Gottesdienst! Und eben auch in brenzligen Situationen zu genießen und sich nicht vom Genuss abhalten zu lassen, ist höchster PAXAdienst für mich! Grins! Dein ewiges Griesgram-Gehabe ist übrigens toll!

Svenze, es hat mir viel Spaß gemacht mit dir! Gläubig, hilfesuchend, hin- und hergerissen, voll Liebe für Rahel und erschüttert über so manches, was sie gemacht hat.

Resa, ich habe deinen Post gelesen und ich verstehe dich! Wenn man sich so auf eine Rolle einlässt, trotz einiger Bemühungen aus dem Spiel rauszukommen, und am Ende im wahrsten Sinne sitzen gelassen wird, ist das bitter! Auch mich erschütterte es, im Nachhinein davon zu erfahren, dass Radulf gemeuchelt wurde. Am Ritualplatz war es aber für mich total stimmig: Blöd, der Guhl ist tot (So wurde es mir gesagt und nach dem Kampf auf dem Weg, war das durchaus glaubhaft und plausibel); na gut, dann müssen wir ihn nicht mehr fesseln; außerdem haben wir gerade etwas Wichtigeres zu erledigen! Dass der Bauer oben stehen gelassen wurde, habe ich überhaupt nicht mitbekommen. Ich habe mich um Dich gekümmert. Du hast übrigens trotz deiner eigenen Schwierigkeiten, die Rolle super gespielt! Ich habe dir die verzweifelte, gläubige, junge Frau, die inständig versucht, wieder in den Kreis der FÜNFE zu treten und das aufgezwungene Vampyrische loszuwerden, komplett geglaubt! Wirklich bis zum Schluss war ich mir nicht sicher, ob ich Rahels Seele MORS anempfehlen werden würde (in jedem Fall FÜNFGÖTTERgefällig) oder ob ich sie dir wieder geben solle/können würde (was eine Riesenmöglichkeit für dich, die Wissenschaft und die Geweihtenschaft gewesen wäre, mehr Wissen über Vampyre zu erlangen und neue Möglichkeiten zu entwickeln, gegen sie vorgehen zu können). Es war dann tatsächlich die Entscheidung Hespers, die für mich das Zünglein an der Waage war. Sie hätte es sicher nicht zugelassen, dass Dir der Trank eingeflößt wird. Dass Hesper Rahels Seele aus ihrem Gefängnis befreien konnte, ist gut! Dass Rahels gemarterte Seele zu MORS geschickt wurde, ist gut! Wir hatten genau diese Abmachung, dass das Minimalziel ist, die Seele zu befreien und sie zu MORS zu geleiten. Nicht wir haben sei umgebracht, sondern der Vampyr, der sie zur Vampyrin gemacht hat. Rahel war schon tot! Und Gajetana ist mehr als dankbar, dass sie PAXAs Werkzeug sein durfte, das Unmögliche zu schaffen, nämlich dieser Seele den Weg in MORS Hallen zu ermöglichen. Für Gajetana nun sehr stimmig! Im Nachhinein der einzig gangbare Weg! Und dass Du andere Pläne mit dem Charakter hattest und wir diese Pläne mit unserer Entscheidung in die Tonne getreten haben, tut mir aufrichtig leid! Aber ich glaube, ich würde es genau so wieder machen! Sorry dafür!

An alle, die ich nun nicht explizit erwähnt habe (irgendwann muss auch Schluß sein – hab´ eh schon so viel geschrieben!) vielen herzlichen Dank für unzählige schöne Szenen und phantastisch dichtes Spiel!

Ich kann es gar nicht erwarten, dass ich wieder zu einem Con kommen werde. Pfingsten leider nicht!
Fähigkeiten, Waffen und Werkzeuge sind weder gut noch böse. Es kommt darauf an, was man damit macht.
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Re: AK 72- zurück

Beitragvon FloS » Sa 7. Apr 2018, 14:36

Hier gibt's den Link zu den Fotos:

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"Und da, da wurde mir klar, dass die Kacke Scheisse ist!"
- Seine Hocherkoren Anduros Tuchfels

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Lorenzo Edmundo Utawa - Geweihter der Igma
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